Der Absatz von Pkw geht in Tunesien stark zurück

Regulierung und Abwertung der Währung treiben die Preise nach oben

In Tunesien werden weniger Pkw gekauft und Importquoten reduziert. Eine Liberalisierung des Marktes lässt auf sich warten.

In Tunesien wurden im Jahr 2018 deutlich weniger Automobile verkauft als im Vorjahr. Mit knapp über 65.000 Fahrzeugen gelangten etwa 21 Prozent weniger auf den tunesischen Markt. Die Neuzulassungen gingen um 20 Prozent zurück, im selben Umfang waren die Importquoten gesenkt worden. Der Parallelmarkt, auf dem im Ausland lebende Tunesier steuerlich begünstigt Fahrzeuge einführen dürfen, ging mit 19 Prozent fast identisch zurück. Der Rückgang betraf nahezu alle Marken, bis auf Isuzu (+ 1 Prozent) , Peugeot (+ 8 Prozent) und Toyota. Isuzu verkaufte 2018 die meisten Neufahrzeuge (7.178), Peugeot folgte mit 4.528 Fahrzeugen. Auch Volkswagen verlor deutlich und setzte mit 2.842 etwa 20 Prozent weniger ab.

Liberalisierung des Marktes lässt auf sich warten

Der tunesische Kfz-Bestand umfasst 2,2 Millionen Fahrzeuge, davon etwa 60 Prozent Pkw und 21 Prozent Lieferwagen. Der Reduzierung der Importquoten hatten die Konzessionäre in Verhandlungen mit der Regierung zugestimmt. Sie forderten dabei allerdings ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Parallelmarkt. Im Jahr 2017 gab es Äußerungen der Regierung, die Importbeschränkungen vollständig aufzuheben, was bisher jedoch nicht absehbar ist.

Als Grund für die Beschränkung wird unter anderem das hohe Handelsbilanzdefizit Tunesiens genannt. Pkw machen allerdings nur einen relativ geringen Anteil der Gesamtimporte aus, werden bisher kaum lokal produziert und auch nur in geringem Umfang montiert. Für den Parallelmarkt würde eine Aufhebung der Importbeschränkungen jedoch ein Problem darstellen.

 

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